Dr. Schuckarts unglaubwürdige Ausrede

Nachdem das Gutachten von Dr. Manfred Schuckart vor einiger Zeit hier (gekürzt) und gegenüber dem Gericht kommentiert wurde, sandte er dem Gericht einen Brief und versuchte sich darin herauszureden. Hier die Reaktion auf Dr. Schuckarts Ausrede.
_____________________________________________________
Sehr geehrtes Gericht,

Im Schreiben vom 12.6.24 tritt Dr. Schuckart den kläglichen Versuch einer Ausrede an und behauptet über meine Schreiben ans Gericht:
 
Gibt Dr. Manfred Schuckart also zu, dass er auf meinen 654 Seiten nicht ein einziges Argument gefunden hat, das geeignet wäre, seine bisherige Einschätzung auch nur um einen einzigen Pflegeeinzelpunkt zu revidieren…? Wollte er nichts finden? Oder ist er einfach nur zu stolz...? 

Mit seiner gewagten These, dass die 654 Seiten (welche auch diverse neue ärztliche und pflegefachliche Gutachten enthalten), kein sachliches und brauchbares Argument enthalten würden, möchte Dr. Schuckart anscheinend versuchen, seinen Ruf wieder etwas gerade zu bügeln. Dass dies vermutlich auf Kosten eines fairen Gerichtsverfahrens geschieht, scheint ihm egal zu sein. Dr. Schuckart sagt mit vorigem Zitat auch, dass die weiteren – erst nach der Erstellung seines Gutachtens – eingereichten ärztlichen Gutachten “kein sachliches Argument” enthalten würden, das ihn beeinflussen könnte. Psychiaterin PD Dr. K. hat es lt. Dr. Schuckart also nicht geschafft, in ihrem 27 seitigen psychiatrischen Gutachten auch nur ein einziges “sachliches/geeignetes” Argument aufs Papier zu bringen. Indirekt spricht Dr. Schuckart ihr scheinbar jegliche ärztliche Fähigkeit ab. Frech. Auch seiner Arztkollegin Dr. H. streitet er damit indirekt die Fähigkeit zur Ausübung des Arztberufes ab. Eitelkeit? Stolz? Finanzielle Motive…?  

Dr. Schuckart schreibt weiter: 

Weshalb es bei einem Gutachten nach Aktenlage nicht darauf ankommt, was der Kläger (ich) und seine Hilfspersonen lt. Akte für Angaben machen, erschließt sich mir nicht. 

Die Pflegepunkte des parteiischen Gutachters Thomas Heilmeier, bei denen es sich indirekt um Angaben der Gegenseite handelt (Barmenia ist Mitglied im ➡ PKV Verband, dieser ist beteiligt an der ➡ Medicproof GmbH und dort arbeitet der Gutachter ➡ Thomas Heilmeier), wurden dagegen ein zu eins abgeschrieben. Aber um meine 1.000 Seiten Arztberichte, Pflegeberichte und eigenen Berichte, “geht es primär nicht”, schreibt er und dass er das auch im allerweitesten Sinne so meint, spiegelt sich komplett in seinem Gutachten wider. 

Und schon im nächsten Satz widerspricht Dr. Schuckart sich selbst, als er schreibt: 

Direkt vorher hieß es im selben Schreiben: ”Es geht primär nicht darum, was der Kläger für Angaben macht”. In seinem Gutachten hat er dann auch tatsächlich nicht ein einziges Argument meiner Pflegepersonen und Ärzte, geschweige denn von mir aufgegriffen und für die Vergabe von Pflegepunkten gewertet. Nun meint er plötzlich, es sei “die gesamte Aktenlage, selbstverständlich auch die Angaben des Klägers und seiner Hilfspersonenzu werten… Ja, aber warum hat er die Angaben des Klägers (ich) und meiner Hilfspersonen (Pflegekräfte) dann nicht gewertet?

Er schreibt weiter: 

Es ist wissentlich gelogen, dass ich mich nicht untersuchen lassen wollte. Einer Untersuchung stand ich jederzeit offen gegenüber, alles was ich wollte war, dass das Gespräch aufgezeichnet wird – aber das wollte Dr. Schuckart nicht. Ich bin bereits x-mal untersucht worden. Deshalb gibt es ja so viele und umfangreiche Arztberichte über meine Pflegesituation. Es ist also nicht ok, zu behaupten, dass “eine andere Vorgehensweise nicht möglich gewesen sei, weil ich mich nicht untersuchen lassen wollte”. Die Berichte unzähliger Ärzte aus jeweils unzähligen Untersuchungen lagen Dr. Schuckart schließlich vor. Er hätte sie ja einfach berücksichtigen können. Hat er aber nicht. Vielmehr wäre “eine andere Vorgehensweise” überhaupt nicht nötig gewesen, da es ja genug Arztberichte (explizit über den Pflegebedarf) von PsychiaterInnen (darunter zwei PrivatdozentInnen für Psychiatrie) gibt. Dass ich mich nicht ohne Gesprächsaufzeichnung von Dr. Schuckart untersuchen lassen wollte, lag daran, dass meine grundgesetzlich geschützte Meinung schon vorher war, dass Dr. Schuckart möglicherweise zu allein die Interessen der Gegenseite vertritt, was er (zumindest nach meiner Meinung) durch sein eigenes Gutachten nun endlich bewiesen und offen gelegt hat. Dass ich mich nicht ohne Gesprächsaufzeichnung untersuchen lassen wollte, kann auch nicht als Argument für sein äußerst zweifelhaftes Gutachten herhalten, da das ja gerade der Grund für ein Gutachten nach Aktenlage war. Es ist auch nicht richtig, dass ich mich nicht untersuchen lassen wollte. Dafür war und bin ich auch heute noch sehr offen. Ich bin nur nicht bereit, mich von einer Person befragen zu lassen, die nicht damit einverstanden ist, dass meine eigene Gesundheits- und Pflegesituation (von beiden Beteiligten!) auditiv aufgezeichnet wird. Denn ein Gutachter, der sich wie Dr. Schuckart in einer Emails als, Zitat: 

 

identifiziert, aber keine Aufzeichnung erlaubt, erscheint mir verdächtig.

Dass ich für eine Untersuchung durch Dr. Schuckart mit Tonaufnahme bereitstand, wusste auch Dr. Schuckart, denn er schrieb am 30.1.23: 

Dennoch behauptet er wissentlich wahrheitswidrig, ich sei nicht bereit gewesen, mich untersuchen zu lassen. („Eine andere vorgehensweise als ein Gutachten nach Aktenlage war nicht möglich“). Es ist also meiner Ansicht nach Dr. Schuckart gewesen, der mich nicht untersuchen wollte, weil (so scheint es) er es war, der vermutlich Angst vor einer Aufzeichnung des Gutachtengesprächs hatte. Immerhin hätte er dem Gericht dann wohl schwer begründen können, weshalb er nur den niedrigsten Pflegegrad 1 empfahl.


Dr. Schuckart weiter: 

Möchte er damit etwa sagen: “Aber ich musste doch wegen der tabellarischen Form abschreiben…!”? – So eine niedlich-dreiste Ausrede hat wohl noch kein Grundschullehrer gehört. 


Schamlos:

Bedeutet das übersetzt: “Nein Herr Lehrer, ich habe wirklich nicht beim Thomas abgeschrieben. Ich habe einfach nur die exakt gleichen Fehler errechnet, wie der Thomas…!”?

Und das trotz überwiegend anderer Informationsquellen:

Informationsquellen des Vorgutachters Thomas Heilmeier:

Begutachtung bei mir zuhause: Ja 
Schriftl. Berichte von Ärzten, Pflegepersonen u. mir: Wenige

Informationsquellen des Dr. Manfred Schuckart:

Begutachtung bei mir zuhause: Nein. Er hat mich nie gesehen. 
Schriftl. Berichte von Ärzten, Pflegepersonen u. mir: Ja, er hatte ca. 1.000 Seiten. 

Ergebnis: 

Zu 100 % identische Pflegepunkte… „Aber ich habe trotzdem ganz ganz wirklich nicht abgeschrieben…!“ 


Dr. Manfred Schuckart weiter:

Der Chirurg Dr. Manfred Schuckart empfiehlt als nächsten Gutachter eine Person mit Erfahrung im Fachbereich Psychiatrie. Danke für das Eingeständnis. 

Und weiter:

Meine Argumente sind sachlich und stichhaltig. Und deshalb beharre ich “starr” darauf. Das gefällt Dr. Schuckart nicht. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass Dr. Schuckart, starr auf seinen (angeblichen!) Überzeugungen (die er vielleicht selbst nicht glaubt) besteht und sich sachlichen Argumenten komplett verschließt. Dr. Schuckart fühlt sich wohl ertappt, holt die Psychokeule raus und versucht so, mich als „mundtoten Spinner verrückt zu machen“. Nicht nett. Aber totgesagte schreiben länger, Dr. Schuckart… Dieser Brief wird veröffentlicht. 


Die “Ich habe wirklich nicht abgeschrieben“ – Wahrscheinlichkeitsberechnung:

Modul 1: 
5 Unterpunkte mit je 4 Antwortmöglichkeiten = 20 Antwortmöglichkeiten

Modul 2: 
11 Unterpunkte mit je 4 Antwortmöglichkeiten = 44 Antwortmöglichkeiten

Modul 3: 
13 Unterpunkte mit je 4 Antwortmöglichkeiten = 52 Antwortmöglichkeiten

Modul 4:
10 Unterpunkte mit je 4 Antwortmöglichkeiten = 40 Antwortmöglichkeiten

Modul 5:
15 Unterpunkte mit je 5 Antwortmöglichkeiten = 75 Antwortmöglichkeiten

Modul 6:
6 Unterpunkte mit je 4 Antwortmöglichkeiten = 24 Antwortmöglichkeiten

= 20*44*52*40*75*24 Antwortmöglichkeiten = ca. 3.294.720.000 verschiedene mögliche Ergebnisse in der „Tabellarischen Form“? Hier eine Grafik, die deutlich macht, wie unwahrscheinlich es ist, dass nicht abgeschrieben wurde. Aber zwei Gutachter die ganz unterschiedliche Informationsquellen hatten kamen in allen Modulen und allen Unterpunkten zu den exakt gleichen Antworten.

“Ich habe ganz wirklich nicht abgeschrieben” versus 3 Milliarden



Dr. Schuckart weiter: 

“…im Interesse eines geordneten Fortschritts des Verfahrens…” Sagt der, der das Verfahren um mehr als ein Jahr entschleunigt hat und kapituliert nun endlich. Immerhin gesteht er dabei selbst ein, dass er in dieser Sache besser nichts mehr sagen sollte.

Dr. Schuckart weiter:
   
Die einfachste Variante für wen? Für seine mutmaßlichen Auftraggeber? Was wäre denn so schlimm daran, wenn beide Seiten jeweils eine eigene Aufnahme machen? Warum sollen andere Gutachter nicht einfach für sich selbst entscheiden dürfen, ob sie mit einer Aufnahme einverstanden sind?

Seinem Vorschlag nach solle ich einer Begutachtung ohne Gesprächsaufnahme (und vielleicht auch ohne Zeugen?) zustimmen. Ich kann mir denken, warum er das wohl will, für wen er das wohl will und wohin das führt. 

Wer schon mit einem stumpfen Schreibgerät in seiner Hand großen Schaden angerichtet hat, bei dem werde ich mich niemals unter ein scharfes Messer legen.

_____________________________________________________
Bitte beteiligen Sie sich über die Kommentarfunktion an der Diskussion. Auch anderslautende Meinungen sind erlaubt, sofern sie sachlich und höflich vorgetragen werden.

Bestechung.blog legt wert auf einwandfreie Berichte. Falls Sie mit sachdienlichen Hinweisen helfen können, einen Fehler gefunden haben sollten, oder falls Sie etwas an der Berichterstattung, bzw. allgemein an Bestechung.blog kritisieren möchten, senden Sie bitte eine Email. Eine Überprüfung und ggf. Korrektur erfolgen umgehend.

Mehr über Dr. Manfred Schuckart

Impressum

Suchbegriffe:

Dr. Manfred Schuckart
Dr. Manfred Schuckart Chirurg
Dr. Manfred Schuckart CDU Rendsburg
Dr. Manfred Schuckart Gutachter
„Therapiezentrum in Rickert“
Auvictum.de (Krankenhausbetreiber)
CDU Rendsburg



Hinterlasse einen Kommentar